Workshops

„Lebendige Nachbarschaften gestalten – Ein starkes Stück Gemeinschaft im Quartier“

Internetgestützter Workshop zum Aufbau von Nachbarschafts-Projekten

21. April bis 7. Juli 2016

mit 4 Präsenztagen in Bielefeld und Online-Zusammenarbeit

» Nachbarschaften in aller Munde
Nachbarschaften erleben durch die Globalisierung und die Beschleunigungen in unserem Alltag eine Renaissance. Denn der Wunsch nach Überschaubarkeit und Vertrautheit gewinnt an Bedeutung. Dies gilt besonders für ältere und alte Menschen.

Nachbarschaften zeichnen sich neben ihrer Kleinräumigkeit dadurch aus, dass es sich um ein dichtes Netz von Beziehungen (so genanntes Beziehungsgeflecht) im nahen Wohnbereich handelt. Räumliche Nähe allein schafft noch keine Beziehung untereinander. Ähnliche Interessen und Ansichten können helfen, Beziehungen von unterschiedlichen Menschen in der Nachbarschaft aufzubauen.

» Schwerpunkt des Workshops
In der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit haben sich der Aufbau und die Gestaltung von Nachbarschaften zu einem eigenständigen Ansatz entwickelt. Denn das „zu Hause bleiben“ – auch angesichts altersbedingter Einschränkungen – wird zusehends zu einer bewusst gewählten Lebensform und stellt quasi eine „neue Selbstverständlichkeit“ dar.
Diese Entwicklung stellt Haupt- und Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit vor Herausforderungen, wie dies gelingen kann und was dazu gebraucht wird.

Aktive Nachbarschaftsarbeit fördert und intensiviert Begegnung, gemeinsames Miteinander und Unterstützung in der Nachbarschaft durch freizeitorientierte, kulturelle
und soziale Aktivitäten und Infrastrukturen. Diese Aktivitäten und Infrastrukturen können sowohl von Institutionen (Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Vereine usw.) als auch selbstorganisiert von interessierten Menschen in der Nachbarschaft ins Leben gerufen werden.

» Ziele und Vorgehensweise
In der heutigen Seniorenarbeit und Altenhilfe bleibt häufig wenig Zeit für die Entwicklung einer Projektidee. Dies gilt auch für Nachbarschaftsprojekte. Viel zu oft müssen großartige Ideen innerhalb kürzester Zeit entwickelt werden. Doch Ideen fallen nicht einfach so vom Himmel und schon gar von jetzt auf gleich.

Dieser Workshop bietet die Gelegenheit,

  • sich Zeit zu nehmen, eine Vision für eine „Lebendige Nachbarschaft“ entstehen zu lassen.
  • sich mit einer eigenen Projektidee intensiv auseinanderzusetzen und individuelle Impulse und praktische Anregungen zu bekommen.
  • sich über eigene Vorstellungen zu Nachbarschaften bewusst zu werden.
  • eine passende Nachbarschaft für die Projektidee zu finden und zu erkunden.
  • über Möglichkeiten und Grenzen lebendiger Nachbarschaften mit den Workshop-Teilnehmenden nachzudenken und zu diskutieren.
  • Erfahrungen mit virtuellem Lernen und Arbeiten zu sammeln.

Dabei wird die von Dr. Otto Scharmer entwickelte Theorie U – in vereinfachter Form angewandt. Das Besondere dieses Ansatzes ist, dass aus der Zukunft neue Herangehensweisen entwickelt werden. Denn die heutigen gesellschaftlichen Veränderungen stellen uns vor komplexe und vielschichtige Herausforderungen, für die uns die Vergangenheit keine Anleitungen bietet.

» Workshop-Ablauf
Die Workshopreihe dauert knapp drei Monate. Insgesamt gibt es vier Präsenztage. Zwischen den Präsenztagen arbeiten die Teilnehmenden online an ihren Projektideen und tauschen sich miteinander aus. Dies ist sowohl von Zuhause oder ihrem Büro aus möglich. Die Präsenztage und die Online-Phasen bauen aufeinander auf.

Zu Beginn des Workshops werden Grundlagen zur Nachbarschaftsarbeit und Informationen über bestehende Projekte vermittelt, gemeinsame Erfahrungen ausgetauscht und erste Überlegungen zu einer eigenen Projektidee getroffen. Im Verlauf
des Workshops arbeiten die Teilnehmenden ihre Projektideen weiter aus und erhalten individuelle Impulse und praktische Anregungen für ihre Vorhaben oder bestehenden
Projekte.

Nach Ablauf des Workshops steht den Teilnehmenden ein moderiertes
Netzwerk mit zur Verfügung. Das Netzwerk Lebendige Nachbarschaften („LeNa“) mit Teilnehmenden bisheriger Workshops ermöglicht einen weiterführenden Informations- und
Erfahrungsaustausch zur Nachbarschaftsarbeit.
» Zielgruppen des Workshops
Wenn Sie haupt- oder ehrenamtlich

  • ein kleinräumiges Nachbarschafts-Projekt oder -Angebot aufbauen oder darin mitarbeiten wollen,
  • Ihre bestehenden Nachbarschafts-Aktivitäten weiterentwickeln möchten oder
  • für die Entwicklung, Begleitung und/oder Leitung einer zukunftsorientierten Nachbarschaftsarbeit im Gemeinwesen/Quartier verantwortlich sind,

sind Sie richtig!

» Voraussetzungen zur Teilnahme
Im Hinblick auf die aussichtsvolle Entwicklung einer Projektidee ist es wichtig, dass sie gemeinsam mit einer Tandempartnerin oder einem -partner arbeiten. Das bedeutet, dass Sie für den Workshop einem Tandempartner/ eine Tandempartner brauchen. Die Zusammenarbeit muss die gesamte Laufzeit des Workshops sichergestellt sein. Diese Person nimmt ebenfalls am Workshop teil! Eine gute Kombination ist nach unserer Erfahrung eine Tandem, dass aus einem/einer Hauptamtlichen und einem/einer Ehrenamtlichen besteht. Es sind aber auch andere Konstellationen denkbar.

Die Teilnahme an allen Workshoptagen ist verpflichtend, dies gilt vor allem für die ersten beiden Workshoptage. Die Teilnehmenden sollten – sofern möglich – am Veranstaltungsort übernachten, damit ausreichend
Zeit für das Kennenlernen untereinander ist. Eine vertraute und offene Atmosphäre ist wichtig für die weitere Zusammenarbeit in der Online-Phase.

Für die Online-Phase sollten Sie sicher sein im Umgang mit dem Internet und bereit sein, virtuelle Arbeitsmethoden auszuprobieren. Je nach Intensität und persönlicher Motivation
sollten Sie einen Zeitaufwand von drei bis fünf Wochenstunden einplanen. Sie können jedoch selbst entscheiden, wann Sie online arbeiten möchten. Hinsichtlich der technischen Ausstattung benötigen Sie einen stabilen Internetzugang sowie einen zeitgemäßen Computer.

» Anzahl der Teilnehmenden
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 16 Personen begrenzt.

» Termine und Veranstaltungsort
Die Termine der Workshopreihe sind am
21. und 22. April 2016 (mit Übernachtung!),
23. Mai 2016 und
7. Juli  2016.

Veranstaltungsort für alle 4 Präsenztage ist das Haus Neuland in Bielefeld

haus-neuland.de

» Kosten
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.
Die Kosten für die Anreise und die Übernachtung (30 Euro) müssen selbst getragen werden. Insbesondere ehrenamtlich Aktive sollten eine Kostenübernahme bei ihrem Träger oder Initiative erfragen.

Hinweis: Dies gilt nur für Teilnehmende aus Nordrhein-Westfalen!

Für Teilnehmende aus anderen Bundesländern ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Rücksprache mit der Workshopleiterin möglich!

» Workshop-Moderation
Der Workshop wird geleitet und gestaltet von Annette Scholl (Kuratorium Deutsche Altershilfe).

Informationen zum Workshop Lena (April bis Juli 2016) in Bielefeld

Anmeldung